Kartenspiel Piquet - Spielregeln und Spielverlauf

Piquet ist ein aus Frankreich stammendes Kartenspiel, das seit dem frühen 16. Jahrhundert gespielt wird. Es ist für zwei Personen konzipiert, die Spieler benötigen ein 32er-Blatt französischer Spielkarten. Allerdings ist Piquet auch mit deutschem Blatt spielbar.



Die Wertigkeit der Spielkarten: das Ass elf, die Bilder zehn und die anderen Karten wie ihr Nennwert. Dabei die Stechordnung ist Ass, König, Dame, Bube, Zehn, Neun, Acht, Sieben, Trümpfe gibt es nicht.

Zu Beginn erhält jeder Spieler zwölf Karten, es bleiben also acht übrig, die verdeckt auf dem Tisch gestapelt werden. Der erste Spieler darf nun jene drei bis fünf Karten seines Blatts, die er für wenig hilfreich erachtet, gegen die gleiche Anzahl der verdeckten Karten austauschen, der zweite Spieler tut es ihm nach. Wenn er Pecht hat, hat ihm der Erste natürlich nur drei Tauschkarten gelassen.

Nächster Schritt: die Bewertung der Blätter in Rummel (das ist die dominierende Farbe im Blatt; die zu erzielenden Punkte sind das Ergebnis der Quadratur der Anzahl der Karten: bei sieben Herz beispielweise bekommt der Spieler 49 Punkte), Sequenzen (in einer Reihe befindlichen Karten der selben Farbe von drei bis möglichen acht Karten; hier sind Werte von drei bis achtzehn Punkten möglich) und Kunststücken (drei oder vier Karten zischen Zahn und Ass in der Hand; ersteres das Gedritt mit drei Punkten, Zweiteres das Geviert, das vierzehn Punkte wert ist). Jeder Spieler zählt nun seine Punkte zusammen, wobei Karten, die in einem Rummel enthalten sind, auch in einer Sequenz mitgerechnet werden dürfen und Karten, die in Rummel und Sequenz bereits vorkommen, auch in ein Kunststück mit einfließen dürfen.

Nun beginnt das eigentlich Spiel, es muss immer die Farbe bekannt werden, die ausgespielt wird. Für das Ausspielen und das Stechen einer Karte wird je ein Punkt berechnet (wenn aber der Ausspieler den Stich erhält, bekommt er für beides aber nur einen Punkt). Der letzte Stich ist drei Punkte wert, und wer nach dem letzten Stich mehr Karten eingesammelt hat, erhält noch einmal zehn Punkte extra. Bei Stichgleichheit bekommt derjenige Spieler, der das folgende Spiel gewinnt, dann die zehn Punkte aus dem Spiel zuvor hinzugerechnet.

Eine gesamte Partie geht über sechs Spiele, wobei es innerhalb der einzelnen Spiele noch Zusatzpunkte zu erzielen gibt (etwa, wenn einer keine Ansage machen kann, nach dem Kartentausch keine Bilder auf der Hand hat oder einer ohne Ansage bleibt und der andere gleichzeitig mehr als 30 Punkte anmelden kann). Es gewinnt, wer nach sechs Runden am meisten Punkte gesammelt hat.

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